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Wie war das mit dem Petroleum

Macke auf dem Denkmal

Menschen und ihre Leistungen geraten in Vergessenheit, die Geschichte bringt die Fakten durcheinander und verändert deren Inhalt. Die künftige Generation sollte sich die Mühe geben, die Geschichte der jungen Generation näher zu bringen. Jan Zeh aus Łańcut, ein genialer polnischer Erfinder, verbleibt im Schatten des weltweiten Zivilisationserbes, denn der Maßstab seiner Errungenschaft in den industriellen Anwendungsbereichen trägt in hervorragender Weise zur Entstehung der Raffinerieindustrie bei.

Der Pharmazeut Dipl. Pharm. Jan Zeh hinterlässt einen sehr interessanten Artikel mit dem Titel „Der vergessene Pionier der Raffinerieindustrie“. Der Artikel wurde in der „Zeitschrift der Apotheker-Gesellschaft“ im Jahre 1889 publiziert, d.h., 8 Jahre vor dem Tod von J. Zeh. Der gleiche Artikel wurde zum folgenden Mal in der Halbmonatsschrift „Raffinerieindustrie“ im Jahre 1935 mit einem veränderten Titel „Die ersten Erscheinungen der Raffinerieindustrie in Galizien“ veröffentlicht. Aufgrund des sehr wichtigen und historischen Inhalt des Artikels verweise ich den Leser zur Halbmonatsschrift „Raffinerieindustrie“ Heft 13 vom 10 Juli 1935, pp. 391-393.

Um die verworrene Laufbahn von I. Łukasiewicz besser nachvollziehen zu können, lassen Sie uns es erörtern. Als 19 jähriger Junge, anstatt Wissen und Erfahrung während des Apothekenpraktikums und des Aufenthaltes in Łańcut und Rzeszów zu erlangen, ließ er sich in gefährliche und hoffnungslose konspirative Tätigkeit verwickeln. Er war einer von 31 Verschwörern von Edward Dębowski. In Kürze kam es zur Zersplitterung dieser konspirativen Tätigkeit und Łukasiewicz zusammen mit anderen Verschwörern wurde verhaftet und eingesperrt. Doch auf Grund von fehlender Beweisführung der Tatschuld wurde Ignacy Łukasiewicz bald freigelassen und zwar als Verdächtigter. Dies hat sich negativ auf seinen weiteren Werdegang ausgewirkt.

Unter stetiger polizeilicher Überwachung, nahm er eine Beschäftigung als Apotheken-Aushilfe in der Apotheke „Unter dem Stern“ des Eigentümers Piotr Mikolasch in Lwów auf. Hier zeigte sich, dass der Revolutionär Lücken in der Edukation hatte und dass ein weiterer beruflicher Anstieg den Abschluss des pharmazeutischen Hochschulstudiums bedingte. Die nächste Hochschule befand sich in Kraków. Piotr  Mikolasch als Mensch mit einem guten Herz bemühte sich bei den staatlichen Führungsorganen um eine Genehmigung für eine Reise von Łukasiewicz nach Kraków. Und wieder kam es im Werdegang von Łukasiewicz zu einer gewissen Ungenauigkeit: wie ist es möglich, dass der Erwähnte nach einer 5 jährigen Lehre in einer Berufsschule (in welcher?) ein zweijähriges Hochschulstudium begann und den Titel Dipl. Pharm. erreichte, während andere Zwecks der Erreichung dieses Titels ca. 15 Jahre Studienzeit widmeten.

Im Herbst 1852 kam ein „neu gebackener“ Dipl. Pharm. zur Apotheke von Piotr Mikolasch. Er arbeitete als Aushilfe bis zum Herbst 1853, also ein Jahr. Welche Tätigkeit konnte der Chef dem Praktikanten überlassen? Hat der eingelebte, Dipl. Pharm. Jan Zeh, der über 5 Jahre arbeitete, eine Position einnahm, mit herrschenden Gewohnheiten und Menschen vertraut war, auch vom längeren mit Destillation von Erdöl beschäftigt war, die Zusammenarbeit mit Ignacy Łukasiewicz nötig? Diese oberen Zweifel beleuchten uns die Endabrechnung, als Jan Zeh im Juli 1853 Petroleum zur Beleuchtung von Lampen entdeckte, die von dem Spengler Adam Bartkowski aus Lwów konstruiert wurden und als Jan Zeh einem erwähnten Privileg (Patent) zur Verarbeitung von Erdöl erhielt. Es gibt einige, die behaupten, dass Jan Zeh als gut- und edelmütiger Mensch Ignacy Łukasiewicz in der Schlussphase der Erfindung in seine Gesellschaft aufnahm. Jan Zeh ermöglichte Ignacy Łukasiewicz den Erhalt eines gemeinsamen Privilegs, (Patentamt, Wien, aus dem Verzeichnis der Privilegien, Seite 40, Position 399 – Zeh Jan und Ignacy Łukasiewicz) mit einer Gültigkeit von einem Jahr. Da sich die weitere Zusammenarbeit von Jan Zeh mit Ignacy Łukasiewicz nicht gut entwickelte, verließ der 5 Jahre jüngere so wie dienstjüngere Łukasiewicz Lwów und reiste nach Gorlice, „das Erbe der Erdölindustrie“. Er wurde als Lohnarbeiter in der Apotheke von Frau Ludwika Bartkowa in Gorlice eingestellt. Anhand überprüfter Quellen, litt Ignacy Łukasiewicz in Gorlice unter finanzieller Notlage. Daher bemühte er sich mit seinem kleinen Gehalt im Jahre 1856 um eine zusätzliche Stelle als städtischer Kassier in Gorlice, wobei aber die Regierungsbehörde seinen Antrag nicht bewilligt hat. Vermutlich auch hier hat ihm sein Ruf einer gefährlichen Person geschadet.

Wie zahlreiche Quellen berichten, entwickelte sich in der Region um Gorlice eine dynamische Erdölindustrie. In „Pusty Wald“ in der Gemeinde Sękowa entstand 1852 die Erdölgrube von Herzog Stanisław Jabłonowski. In Kobylanka, nahe Gorlice besaß Stanisław Jabłonowski seine Asphaltfabrik. In 1854 begann Gräfin Jadwiga Straszewska die Prospektion nach Erdöl. In 1853 berichtete die Zeitung „Czas“ (zu Deutsch Zeit), dass es in der Region um Gorlice reiche Vorkommen an diesem Rohstoff gab und dass die Erkundungstätigkeit in 1853 im großen Maßstab angelegt wurden, die gleichzeitig fünf Ortschafte in der Region Gorlice umfasste. Dieses Ereignis wurde in der Landespresse in einer Reihe von Artikel über die positiven Ergebnisse der Prospektion nach Erdöl sowie in einer Zusammenfassung des Bergbauamtes Galiziens bekannt gegeben. Das Bergbauamt Galiziens bewertete die Größe der entdeckten Ressourcen im Maßstab der Monarchie und stellt fest, dass sich die wichtigsten Ressourcen und das Zentrum der entstehenden Erdölindustrie in Region um Gorlice befanden. Das Bergbauamt beglaubigte diese Ansicht und beglückwünschte dem Herzog Stanislaw Jabłonowski.

In den Erdölgruben fanden Männer aus umliegender Gegend und aus weiter entfernten Regionen eine Einstellung. Sogar Frauen als das „schwache Geschlecht“ fürten Bohr- und Förderaktivitäten durch wie z.B., die erwähnte Gräfin Jadwiga Straszewska in Lipinki, Józefa Szymanowicz in Sękowa, Walerya Groblewska w Szymbark, Wiktoria Klimontowicz in Siary, Magdalena Miłkowska in Siary und Sękowa, und sogar die Geistlichen: Pfarrer Jan Kielar und Pfarrer Franciszek Her beschäftigten sich mit Erdölförderung. Das flüssige Gold förderten Juden, Deutsche Belgier, Franzosen, die auf dem Gorlicer Boden große Geschäfte machten und nur der verlorene oder ungeschickte Łukasiewicz als voll erwachsener Mann konnte sich in dieser günstigen Situation nicht wiederfinden. Er steckte als Provisor in der Apotheke, um zum Schluss seine um 15 Jahre jüngere Nichte Honorata Stacherska (1837-1898) zu heiraten, der Łukasiewicz viel Kümmer, Leid und Trauer bereitete. Vermutlich aus diesem Grund hat sie nach seinem Tod in 1882 sein Erbe (600 Gulden) nicht angenommen, da sie im Alter in Kraków noch 16 Jahre in extremer Armut gelebt hat.

Sollten wir weiter Łukasiewicz folgen, dann erfahren wir, dass er Ende 1859 von Gorlice nach Jasło kam, wo er eine Apotheke am Stadtmarkt mietete und am 15.02.1860 eine zweite Apotheke in Brzostek im Zug einer Ausschreibung erwarb. Es scheint, dass ihm beide Apotheken keinen Profit brachten und dass dies seine Entscheidung beeinflusst haben sollte, 1861 seine bisherigen Quellen des Unterhalts ein für allemal zu verlassen und zu seinen Schwiegereltern, wohnhaft im Königreich Polen, zu ziehen. Damals sollte der Tytus Trzecieski bei der Familie Łukasiewicz erschienen sein und Łukasiewicz ermutigt haben, nach Erdöl in den Bobrzeckie Wäldern zu suchen.

Erdölgrube in Bobrka, nahe Krosno, 1861

Als das Graben von flachen Erdölgruben (händisch gegrabenen Sickergruben) oder Brunnen in den Bobrzeckie Wäldern ermutigende Ergebnisse zu liefern begann, gründeten damals Klobassa, Trzecieski und Łukasiewicz in 1861eine Gesellschaft zum Zweck der Erdölerkundung.  Klobassa und Trzecieski stellten das nötige Kapital zur Verfügung, welches zur Aufnahme und Durchführung der Erdölbergbauaktivitäten nötig waren, wogegen Łukasiewicz die Leitung dieser Tätigkeiten übernahm.

Die Behauptung mancher, die den Auftakt von Ignacy Łukasiewicz in der Gründung der Erdölgrube in Bóbrka in 1861 sehen, ist also begründet. Diese Tatsache wurde ebenfalls vom Leiter des kaiserlichen und königlichen Bergbauamtes im Lwów Bezirk, dem Ingenieur Henryk Walter bestätigt, der in seinem Schreiben vom 02.11.1878 (L.204/78) über die Gründung der Erdölschule in Bóbrka in 1861 bestätigt, dass die Erdölgrube in dieser Ortschaft in 1861 gegründet wurde. In 1872 errichtete Łukasiewicz einen Obelisk aus Anlass der Gründung der Erdölgrubbe in Bóbrka, auf welchem eine folgende Niederschrift zu sehen ist: „Um die Gründung der Erdölgrube in Bóbrka im Gedächtnis festzuhalten“ WR 1854 Ignacy Łukasiewicz 4.11.1872. Hier taucht der Gedanke auf, wie konnte er in 1854 Bohrlöcher abteufen, (als erster weltweit) in Bóbrka, wenn er in derselben Zeit ein Apothekenprovizor in Gorlice in der Apotheke von Frau Ludwika Bartkowa war?

 

Petroleum-Raffinerie in Ulaszowicach

Es gibt einige, die schreiben, dass I. Łukasiewicz und Tytus Trzecieski in Ulaszowicach, nördlich von Jasło, auf dem Landgut von Franciszek Trzecieski, dem Bruder von Tytus, in 1856 eine Petroleum-Raffinerie erbauten, die gleich danach vom Brand zerstört wurde. Die Bewohner der umliegenden Häuser ließen ihr Wiederaufbau nicht zu und richteten ihre Beschwerde an die Führungsorgane der Gemeinde. Anhand der Notiz von Dr. Stefan Bartoszewicz, den damaligen Sekretär der Landeserdölgesellschaft – die Raffinerie, „Destillationsanlage“ war sehr primitiv und war daher gleich abgebrannt. Schriftliche Bemerkung desselben Autors: „Raffinerie wurde aufgebaut ohne Berechtigung, da in dieser Zeit Jan Zeh der einzige Eigentümer des Privilegs zur Aufbereitung von Petroleum war“. 

Erdölgesellschaft Zielinscy – Łukasiewicz in Klęczany

In Mai 1859 sollte angeblich Łukasiewicz in eine Erdölgesellschaft zusammen mit den Brüdern: Apolinary und Eugeniusz Zielinski eingetreten sein. Die Brüder Zielinski waren die Eigentümer der Erdölgrube in Klęczany, nahe Nowy Sącz, die aber die Handelschritte von Łukasiewicz nicht akzeptierten. Apolinary  Zielinski reiste unverzüglich nach Wien, um die mit Łukasiewicz geschlossenen Verträge zu annullieren und um neue Verträge abzuschließen. Aus diesem Grund dauerte die oben genannte Erdölgesellschaft gerade 3 Monate, denn bereits in Juli desselben Jahrs wurde sie von den zwei Brüdern aufgelöst. Am Ende wagte sich Eugeniusz Zielinski, der Absolvent der technischen Hochschule in Prag, persönlich an die Destillation des Erdöls.

Laudatio für I. Łukasiewicz

Um die oben genannten Erwägungen zum Thema des angeblichen „Vater des Erdöls“ zum Ende zu bringen, sollte man die Autoren der vervielfältigten Publikationen fragen, ob man für den Preis eines Erdölfässchen, einer üppigen Gabe auf dem Kollektenteller zu einem Kammerherr des Papstes werden kann oder aufgrund der österreichischen Verleihung des Ordens der Eisenkrone der III Klasse, des Ordens des Heiligen Georg oder aufgrund der Ehrenbürgerschaft der Städte Gorlice und Jasło berühmt werden kann? Die Kommunalpolitiker der Städte und Gemeinden, die für die Hauptstädten der polnischen Erdölindustrie erklärt wurden,  sollte man ebenfalls fragen, ob es wert ist, die Geschichte zum Zweck der Promotion durch die bekannten aber unehrlichen Namen von Personen zu verfälschen? Manch ein berühmter Staatsmann, weltberühmter Wissenschaftler schuftend durch sein ganzes Leben, verließ das irdische Jammertal ohne für seine nicht zweifelhaften Verdienste preisgekrönt zu werden. Viele bescheidene und arbeitsame Menschen haben keine Titeln und Ehren überreicht bekommen, die ein Pharmazeut eines zweifelhaften Lebenslaufs erhalten hat. Die Verdienste von Łukasiewicz geritten bald in Vergessenheit. Es trat eine lange Zeit des Schweigens um diese Person ein, die über 50 Jahre andauerte. In 1928 erinnerten sich offensichtlich die Bewohner der Stadt Krosno an Łukasiewicz wieder, denn in diesem Jahr fand eine Feierlichkeit zur Niederlegung eines Grundsteines unter dem Denkmal „Vater des Erdöls“ statt. In dieser langjährigen Vergessenheit wurden alle bergbaulichen Anlagen aus der Zeit von Łukasiewicz in Bóbrka zerstört. Gleichfalls das Haus der Familie Łukasiewicz in Chorkówka, zusammen mit dem Mobiliar wurde komplett vernichtet/nach dem II Weltkrieg wurde das Haus bis hin zu den Fundamenten abgetragen worden/. Die Erdölraffinerie in Chorkówka ging ebenfalls ohne Spür verloren. Quelle: Prof. Jan Cząstka, Broschüre „Zum Gedenken an Łukasiewicz“ – Kraków 1972. Merkwürdig ist es ebenfalls, dass I. Łukasiewicz keine Notizen, Lebensläufe, Erinnerungen hinterließ. Vielleicht deswegen, schreiben einige „Fixierer der Geschichte“ alltäglich reiche, obwohl traurige Erfahrungen beschrieben durch Dipl. Jan Zeh dem I. Łukasiewicz zu.

Die Erdöldokumente

In beinahe allen Landespublikationen sind Informationen über den polnischen Pharmazeut Ignacy Łukasiewicz zu finden, die die Landeserdölindustrie geschaffen hat. Die populäre Presse, Radio, Fernsehen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, darin die Museen sowie die Literatur veröffentlichten viele nicht bestätigte Informationen und erschufen gelichzeitig Mythen über den Vater der Entdeckung, den Gründer und sogar den Erfinder. Seit vielen Jahren sind immer wieder Stimmen zu hören, dass seine Erfindung des Petroleums I. Łukasiewicz im österreichischen Patentamt in Wien in 1853 pattentierte. Aufgrund dieser Information verfasste man weitere berufliche Erfolge. Unterdessen genügte es an die Quellmaterial zu kommen, um die zuweilen eindeutig lautenden Errungenschaften überprüfen zu können. Es hat sich erwiesen, dass Jan Zeh der einzige Eigentümer des Privilegs zur Verarbeitung des Erdöls war. Hier der Inhalt des Schreibens:

„Patentamt in Wien: Wir übersenden Ihnen im Auftrag zwei Kopien der Privilegien für Herrn Jan Zeh, die sich in unseren Bibliotheken befinden. Wenn sich um den einzigen Privileg für Jan Zeh und Ignacy Łukasiewicz handelt, können wir Ihnen nur eine Kopie aus dem Verzeichnis der Privilegien übersenden. Wir selbst verfügen nicht über das Privileg. Ihre Frage bezüglich des Unterschiedes zwischen Patent und Privilegs können wir nicht beantworten. Der erste österreichische Patentdokument Nr. 1 stammt aus dem Jahr 1899. Ab diesem Jahr existiert ebenfalls die österreichische Bezeichnung des Privilegs. Daneben (auf der Seite 2) befinden sich die eingescannten Originaldokumente der Privilegien.

1.) Seite 40, Position 399 – Zeh Jan und Ignacy Łukasiewicz*

Erfindung, aus dem Erdharze und dessen verschiedenen Arten, Paraffin-Kerzen zu erzeue. 23 XI 1853, Gültigkeit bis zu 1 Jahr, geheim.

2.) Seite 40, Position 400 – Jan Zeh*/bitte beachten Sie, dass in diesem Privileg nur ein Name auftritt/:

Erfindung die natürliche Bergnaphte auf chemischen Wege so zu läutern, dass sie dadurch zu technischen Zwecken unmittelbar verwendbar werde. 2 XII 1853, Gültigkeit bis zu 2 Jahren, geheim.

3.) Seite 102, Position 640 – Jan Zeh

Erfindung einer Methode zur Herstellung preisgünstiger und guter Schmiermittel für Wagen und Maschinen, genannt als „Erdfett“ , 9 XI 1856, Gültigkeit bis zu 1 Jahr, geheim.

 

4.) Seite 105, Position 356 – Jan Zeh

Verlängerung des Priviles. Inhalt wie in der Positon 400. Verlängerung auf 4 Jahre, geheim.

Anhand der oben aufgeführten Dokumente ergibt sich eindeutig, dass der einzige Eigentümer des Privilegs zur Verarbeitung von Erdöl auf dem Gebiet des Kaiserreiches Österreich und des Königreiches Ungarn bis zum 23 XII 1859 der Pharmazeut Jan Zeh war.

Man fragt sich, wieso hat Jan Zeh dieses Privileg nicht verlängert. Am 12.02.1858 kam es zu einem Brand in seinem Geschäft mit Erdölprodukten, hauptsächlich Petroleum, das aus eigener Raffinerie stammte. Dabei kamen zwei junge Personen ums Leben. Es waren die Ehefrau von Jan Zeh, die 21 jährige Dorota und ihre 17 jährige Schwester Hermina Obłoczyńska. Außerdem sind bei diesem Brand noch zwei weitere Personen ums Leben gekommen. Dies veranlasste J. Zeh, sich aus dem Erdölgeschäft zurückzuziehen. Der Ort dieser Tragödie wurde in Lwów als den „Platz der Verbrennten“ getauft.

Erst nach dem Erlöschen des Privilegs, d.h. nach dem 23.XII 1859 existierte eine formelle Möglichkeit der Verarbeitung von Erdöl. Die Behauptungen mancher, die die Anfänge der Tätigkeit von I. Łukasiewicz in der Gründung der Gesellschaft zusammen mit K. Klobassa und T. Trzecieski in 1861 sehen, erscheinen begründet zu sein.

Der Mangel an wissenschaftlichen Untersuchungen bezüglich der Anfänge der Erdölindustrie verursacht eine kontinuierliche Entstehung neuer nicht begründeter Manipulationen und Verleugnung der Geschichte, die in die Literatur und sogar Schulbücher übertragen sind.

ein kürzlich erschienener und ausgezeichneter Album „Im Kreis der Petroleumlampe dient als Beispiel einer offenkündigen Entstellung, wo auf der Seite 34 ein Dokument der Privilegien aufgeführt ist und gleich unter diesem die Übersetzung in polnischer Sprache. Wenn man die beiden Texte vergleicht (Position 400) lässt sich sofort feststellen, dass die Wörter Dipl. Pharmazeut Ignacy Łukasiewicz in die polnischen Übersetzungstexte hinzugefügt wurden. Ebenfalls in anderen Publikationen kann man einer ähnlichen Interpretation der Entstehung von Unwahrheit begegnen. Es taucht also eine Frage auf, wieso jemand offenkündige Fakten publiziert und entstellt? Die Beifügungen der angeführten Wörter erlauben auf Grund einer Manipulation, das Zuschreiben der von der gegebenen Person nicht vollbrachten Werke und auch Entstehung einer „neuen Geschichte“.

In Anlehnung an die moderne Enzyklopädie illustriert von M* Arcta aus dem Jahre 1938 erklären wir die Bedeutung der Wörter Patent und Privileg.

Patent – das Recht auf ausschließliches Nutzen aus der Erfindung in der industriellen und kommerziellen Form (Herstellung/Umlauf/Verkauf/Nutzen) gültig im Gebiet des ganzen Staates, dauert 15 Jahre ab der Erteilung (Gewährung); die wissenschaftliche Prinzipien und Entdeckungen unterliegen nicht dem Patent; ausgeschlossen sind Erfindungen unvereinbar mit gutem Brauchtum. Die Anmeldung ist die Voraussetzung für die Registration.

Privileg – /lat. Privilegium/ - Berechtigung/Befugnis – Dokument, das Nutzen verleiht …

Ich möchte die geehrten Leser zur Diskussion einladen. Vielleicht gelingt es uns die kontroversen Fakten abzustimmen und einige Entstellungen klarzustellen, wie z.B., das Anliegen des Erdölerfinders, der ersten weltweiten Straßenpetroleumlampe, des Datum der Gründung der ersten Erdölgrube in 1854 in Bóbrka durch Łukasiewicz.

 

Bearbeitet von Tadeusz Pabis

Vorsitzender der Geschichtsverbreitung von Erdölindustrie in Libusza.

 

 

 

 

 

 

 

Tadeusz Pabis

Emeritierter, Beschäftigter des Erdölbergbaus, Flieger, Schriftsteller, Poet, Publizist, Gründer des Museums der Erdölindustrie in Libusza, Meister im Schneiderhandwerk.

Er wurde in Dominikowice bei Gorlice in einer Arbeiterfamilie geboren, Sohn von Władysław und Agata aus dem Hause Gryboś. Hochschulreife am technischen Gymnasium, arbeitete im Betrieb zur Erkundung von Erdöl und Erdgaslagerstätten in Jasło. Mit seinem reichen, turbulenten Lebenslauf könnte er zumindest drei menschliche Existenzen beschenken.  Im jungen Jahren, arbeitete er al ein diplomierter Meister im Herren-, Frauen- Zivil- und Uniformschneiderhandwerk; diente in Luftwaffe während der Jahren 1950-1953, flog als Bordschütze-Funker auf Sturmflugzeugen Ił-2, Ił -10 und Ił -28, mit Fallschirm sprang er 14 mal ab (darunter 3 Sprünge in die Ostsee); am längsten war er Erdölfachmann. Als Erdölenthusiast verband er den größeren Teils seines Lebens mit der Erdölindustrie. Seit den jugendlichen Jahren erhielt er einen göttlichen Funken zum Schreiben. Erst Schritte als Autor machte er in den Jahren 1937-1945, wo er als Schüler der Grundschule für die Schülerzeitung schrieb. Während des Armeedienstes schrieb er interessante Artikel für die Fliegerzeitung „Flügen der Freiheit“. Nach dem Übergang zum Reservestand publizierte er weiterhin Artikel in genossenschaftlichen Zeitungen, in der regionalen und Landespresse und in späteren Jahren schreib er als Rentner viele Bücher. Tadeusz Pabis publizierte über 200 Artikel in regionalen und Landeszeitschriften. „Die Erinnerungen eines Erdölfachmanns Teil I“ – das ist das erste Buch des Autors, welches einige Jahre früher geschrieben und in 1993 von der Druckerei „Grafgor“ in Gorlice ausgegeben wurde.

Im Vorwort zu diesem Werk schrieb Dr. E. Konarski: Es mangelt an fachlicher Literatur bezüglich der Erdölindustrie. Es gibt sehr wenige Überlieferungen von Menschen, die in dieser Industrie arbeiteten, da Menschen, die schwere physische Arbeit ausrichteten, selten zur Feder griffen, um über ihr Beruf Lebenslaut zu schreiben. Tadeusz Pabis gehört zu einigen wenigen Ausnahmen, er schrieb eine interessante Arbeit über den Erdölbergbau. Der Autor beschreibt in seinem Tagebuch,  in welchen Strapazen, Schweiß und Mühe die Suche nach Erdöl und Erdgas erfolgte. Tadeusz Pabis hat sich ebenfalls die Mühe gemacht, idyllische, humoristische Szenen aus dem Leben der Einwohner zu beschreiben, mit denen er auf einem Weg des Erdölfachmanns – Landstreicher zusammenkam. Solch eine erste Idylle in den Erdölgruben war ein sogenannter „Neger“. Das war ein altertümlicher Brauch der Erdölfachmänner, der noch aus Borysław stammte. Vor dem Beginn der Abteufung veranstaltete man auf der Plattform ein kleines Saufgelage, um die Bohrungsaktivitäten einzuleiten. Der Autor beschreibt farbenprächtig das Leben der Erdölfachmänner aus deren Sicht. In diesem Buch gibt es also vergnügliche und geheime Tändeleien, in denen Erdölfachmänner und einheimische kokette Frauen teilnehmen. Der Leser findet in diesem Buch typisch regionale Hochzeit aus der Ortschaft Pińczów, sowie ein Treffen des Autors mit Premierminister RP Jozef Cyrankiewicz in der Erdölgrube „Kostki Małe“ bei Busko Zdrój. Der Autor schreibt auch über finanzielle Scherereien und andere Situationen, die das Blut in den Venen frieren lässt wie z.B.: die Jagd nach dem Großwild in den Wäldern von Bieszczady und das Treffen des Autors Auge in Auge mit einem wutentbrannten Wildschein mit Ferkeln in Lubelska Urwald wie auch nicht zuletzt über seine gesundheitliche Probleme und die  Aufenthalte in unterschiedlichen Kurorten. Das Buch „Erinnerungen des Erdölfachmanns“ kann in der Zukunft eine interessante Quelle für Historiker der Erdölindustrie und für Kultursoziologen sein. Aus diesen Gründen unterstütze ich herzlich die Idee des Herauskommens (Erscheinens) dieser Erinnerungen.

 

Dr. Hab. Piotr Karnkowski

(Quelle: www.libuszamuzeum.iap.pl)     

 

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